Padmasana - Der Lotussitz - Lotus Pose

Padmasana - Der Lotussitz - Lotus Pose

Padmasana hat eine unglaubliche Symbol- und Strahlkraft. „Padma“ bedeutet Lotus, das Symbol des Yoga. Die Lotusblume wurzelt dort, wo es dunkel, schlammig, unzugänglich ist. Und trotzdem kämpft sie sich verbunden mit nur einem einzigen Stängel zum Licht und erstrahlt an der Wasseroberfläche in ihrer magischen Blüte. Weltweit ist sie ein Symbol für spirituelle Erleuchtung.

In voller Blüte steht sie für einen offenen, klaren Geist, der nicht länger von anhaftenden Gedanken oder Gefühlen bestimmt wird. Genau das, was wir durch Yoga erreichen wollen.

Wenn du den Lotussitz beherrschst, wird dir diese Haltung ein unvergleichliches Gefühl von innerem Frieden und grenzenloser Ruhe verschaffen.

Der Lotussitz es als einzige Asana in die Yoga-Sutren von Patanjali erwähnt. Traditionell sind nämlich alle körperlichen Haltungen nur dazu da, um dich auf das lange Sitzen in der Meditation vorzubereiten.

 

Ausrichtung:

  • Setze dich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden oder erhöht auf eine gefaltete Decke, sodass dein Becken leicht gekippt ist.
  • Erde dich über deine Sitzbeinhöcker, streiche sanft dein Sitzfleisch zu den Seiten heraus.
  • Beuge nun ein Bein, greife dein Schienbein mit beiden Händen, platziere den Fuß in deine Leiste. Die Fußsohle zeigt nach oben. Arbeite dein Knie aktiv zum Boden.
  • Beuge nun das andere Bein, greife dein Schienbein und bringe den Fuß in Richtung der gegenüberliegenden Leiste. 
  • Die Unterschenkel sind nun gekreuzt. Für mehr Halt aktiviere beide Füße und schiebe deine Knie Richtung Boden.
  • Strecke die Arme aus und lege deine Hände auf die Knie, bringe Zeigefinger und Daumen für das Chin-Mudra zusammen.
  • Spüre dein Fundament, nimm die Leichtigkeit wahr, mit der du dich aus der Tiefe deines Beckens aufrichten kannst.
  • Entspanne dich in die Haltung hinein, vor allem im Bereich der Schultern, des Nackens und deines Gesichts. 
  • Halte dabei deinen Nacken lang, senke dein Kinn leicht Richtung Brust, schließe deine Augen.
  • Atme gleichmäßig und tief. Bleibe hier für eine Minute oder länger zum Meditieren.

Es kann sein, dass es dir leichter fällt, mit dem linken oder rechten Bein zu starten. Probiere das einfach aus. Damit sich aber beide Beine gleichmäßig entwickeln, ist es ratsam, die Beine regelmäßig abzuwechseln.

 

Körperliche Wirkung:

  • Der Lotussitz ermöglicht dir ein nahezu unumstößliches Fundament, aus dem du dich ganz natürlich zum Licht wachsend aufrichten kannst. Durch diese Aufrichtung entsteht Raum zwischen den einzelnen Wirbelkörpern, der deine Wirbelsäule wachsen lässt.
  • Du stärkst deinen gesamten Rücken und deine Bauchorgane.
  • Die externe Rotation in deiner äußeren Hüfte sorgt für eine intensive Öffnung und lässt das Blut stärker in deinen Leisten zirkulieren.
  • Ist die Haltung für dich vollkommen mühelos, werden sogar steife Fuß- und Kniegelenke wieder lebendig.
  • Dein Körper kommt zur Ruhe.

 

Energetische Wirkung:

  • Dich erwartet vollkommene Entspannung in Padmasana. Das stabile Fundament hält die Verbindung zu Mutter Erde, verankert dich, schenkt dir Präsenz und innere Aufrichtung in deiner Meditation.
  • Die gebundenen, gekreuzten Beine und die äußere Aufrichtung aus der Mitte des Beckens halten deinen Geist aufmerksam und beweglich. In dieser Sitzhaltung wirst du ganz sicher nicht müde.
  • Gleich drei Chakren aktivierst du hier, das Wurzel-Chakra, das Sakral-Chakra und das Stirn-Chakra. Wie immer sind Wirkungen weder auf physischer noch auf energetischer Ebene isoliert spürbar oder gar wirksam. Alles hängt zusammen.
  • In Padmasana können sich alle Chakras miteinander verbinden, und die Energie kann von unten nach oben durch den Sushumna-Nadi-Kanal zum Kronen-Chakra aufsteigen. Dort entfaltet sie sich in Form eines tausendblättrigen Lotus, dem Symbol der Vollkommenheit. 

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